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Projekt NAS Eigenbau – Teil 3: Dienste, Stromsparmaßnahmen und Fazit

Zugegeben dieser (wahrscheinlich letzte) Teil dieser Artikelreihe hätte schon vor eine ganzen Weile erscheinen sollen. Hat er aber nicht. Aus diversen Gründen. Anyway – Anlass und Vorüberlgungen und auch Aufbau, Systeminstallation und Datenmigration hab ich euch bereits dargelegt – diesmal gehts nun um die Dienste, Stromsparmaßnahmen am NAS und mein Fazit zu dem ganzen Projekt. 

Die Dienste

Die genutzten Dienste gestalten sich recht überschaubar. Ich werde hier NICHT auf die einzelne Einrichtung eingehen – vielleicht werd ich das losgelöst von dieser Artikelreihe noch separat tun. Vielmehr möchte ich hier nur aufzeigen WAS ich an Diensten einsetze und WOFÜR. Dass das NAS natürlich primär als Datenspeicher dienst sollte klar sein, ansonsten wären da noch:

Samba

Der Klassiker ins Sachen smb Dateifreigabe. Windows Dateifreigabe. Funktioniert im Zusammenspiel mit Windows 7 und Windows 8 wunderbar und auch der Zugriff via Android ist – den ensprechenden Dateimanager vorausgesetzt – problemlos möglich.

minidlna

Ein kleiner feiner, leicht zu konfigurierender DLNA Server. Kann sicherlich nicht ganz so viel wie z.B. Mediatomb, aber ich persönlich brauch keine on-the-fly recodierung der Videos, sondern mir reicht hier ein simples Filesharing um via PS3 drauf zugreifen zu können.

Apache, MySQL, PHP

Als lokaler Webserver im LAN für die eine oder andere Bastelei. Zugriff von extern ist auch möglich – ebenfalls für Spielereien :-D

Postfix

Als MTA damit eben jener Webserver auch Mails verschicken kann. Postfix ist NICHT von außen erreichbar, da ich eben höchsten mal Mails versenden möchte (Statusmails von mdadm oder dergleichen) und mehr nicht.

ddclient

Man kennt es: Dynamische IP is immer doof bei externen Zugriffen. Auch wenn dyndns als Dienst nicht mehr wirklich nutzbar ist, hab ich eine feine Alternative gefunden, einen ähnlichen Dienst dennoch nutzen zu können – sogar mit eigener Domain. Vielen Dank an der Stelle nochmal an den Support von InterNetworX :-)

Das wars auch schon – sehr viel mehr läuft auf der Kiste nicht – außer natürlich den standartmäßigen Diensten die bei einem Debian System irgendwie IMMER laufen.

Die (überflüssigen) Stromsparmaßnahmen

Nun war ja ein Ziel des ganzen Projekts, das NAS so stromsparend wie möglich aufzubauen. Die SSD als Systemplatte war diesbezüglich schonmal ein Anfang. Als zweiter Großverbraucher (dachte ich) kommen nun die beiden Datenplatten daher. Messungen haben aber ergeben, dass diese aber nur wenige Watt ausmachen – und ein ständiges An und Aus ist auch eher suboptimal.

So war das runterfahren der Platten nach 15min eher ein akustischer Vorteil, den die beiden Seagate Barracuda haben doch ordentlich Lärm gemacht im Ruhezustand. Den Spindown selbst hatt ich via hdparm realisiert. Brachte dann zwar etwas Ruhe ins System, aber auch eine Aufweckzeit von gut und gerne 15-20 Sekunden. Konnt ich zwar mit leben, schön war aber anders – von gelegentlichem „Selbsterwachen“ mal ganz ab.

Warum ich „hatte“ schreibe? Nun – als Alternative zu den beiden Seagate haben mittlerweile zwei Western Digital RED einzu gehalten. Die RED Reihe von WD ist nur minimal teurer als vergleichbare „normale“ HDDs, drehen „nur“ mit 5.400U/min und sind damit kaum hörbar. Weiterhin sind sie etwas stromsparender und haben – und das ist das Tollste – eine 24/7 Freigabe UND 3 Jahre Garantie. Perfekt also für kleine Server und NAS Systeme. In Sachen Geschwindigkeit liegen sie auch nur knapp hinter normalen 7.200ern – perfekt!

Mein Fazit

Nach dem Umbau der Platten und der kompletten Einrichtung muss ich sagen: Hat sich auf jeden Fall gelohnt!

Das System steht bei mir im Flur und ist fast geräuschlos. Die Leistungsaufnahme liegt bei rund 15W im idle und ca. 25W unter Last (bei nem Lese-/Schreibzugriff via Netzwerk). Der Durchsatz liegt bei ausreichenden 85MB/sec schreibend und ca. 90MB/sec lesend und damit nur leicht unter dem maximal möglichen der Platten.

Ein wirkliches Nadelöhr sehe ich hier nicht. Hier spielt sicherlich Netzwerk UND Performance des NAS zusammen, denn der kleine 1.5GHz Prozessor muss sich schon ordentlich anstrengen, die Daten entsprechen via Samba zu verarbeiten.

Unterm Strich hab ich zwar in etwa soviel Kohle investiert wie in ein vernünfiges „Fertig-NAS“, bin aber wesentlich flexibler, was Spielereien oder Erweiterungen angeht.

In diesem Sinne „gerne wieder“ :-)

Andere Artikel dieser Reihe:
– Projekt NAS Eigenbau – Teil 1: Anlass, Vorüberlegungen und Hardware
– Projekt NAS Eigenbau – Teil 2: Aufbau, Systeminstallation und Datenmigration
– Projekt NAS Eigenbau – Teil 3: Dienste, Stromsparmaßnahmen und Fazit (diese Seite)
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Autor:

Ich bin Andi, 34 Jahre jung, glücklicher Papa, Freizeit-Blogger, Pixelfänger und Pixelschubser. Ich hoffe der Artikel hat Dir gefallen. Über ein Feedback würd ich mich freuen :-) Du findest mich ausserdem bei Facebook, Twitter und Google+.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

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