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Projekt NAS Eigenbau – Teil 1: Anlass, Vorüberlegungen und Hardware

Jeder der größere Datenmengen hat, die ihm wichtig sind, sollte sich gedanken drüber machen, wie er diese Daten lagert. Wenn man dann noch des öfteren auf diese Daten zugreifen will, kommt man irgendwann um ein NAS mit mindestens einer Plattenspiegelung kaum drumrum. Dumm, wenn eben jenes NAS irgendwann mal rumzickt … 

… so wie bei mir kürzlich geschehen.

Der Anlass

Wie schon geschrieben, hat eben mein altes NAS rumgezickt. Nicht die Platten, sondern das NAS selbst. Die Buffalo LinkStation Duo (LS-WXL) wurde einfach immer langsamer und war zum Schluss teilweise gar nicht mehr erreichbar. Neustarts halfen wenig und auch das Netzwerk konnt ich ausschließen. Das Webinterface war nahezu nicht mehr bedienbar. Es steht also fest, dass entweder was mit der Firmware nicht mehr ganz knusper ist, oder das eben die Hardware langsam die Hufe hoch macht. Bevor sich dieser Defekt noch irgendwann auf die Platten und damit die Daten auswirkt, wurds Zeit für was neues.

Die Vorüberlegungen

„Das neue“ sollte diesmal einige Anforderungen erfüllen:

  • Performane – der Datendurchsatz der alten LinkStation kam nicht über 30MB/sec lesend und 20MB/sec schreibend hinaus. Eindeutig zu wenig auf Dauer.
  • Flexibilität – Zusatzdienste (neben dem eingentlichen Filesharing) sollten möglich sein. Die LinkStation war hier eigentlich recht gut ausgestattet, aber der magere Prozessor hat hier wieder als Spaßbremse fungiert.
  • Laufruhe – das NAS steht bei mir im Flur und somit durchaus in Hörreichweite von Wohn- und Schlafzimmer. Es sollte also so leise wie möglich sein.
  • Günstig – nicht billig aber günstig.

Mit diesen Anforderungen bin ich dann mal auf Suche im Netz gengangen und recht schnell zum Entschluss gekommen, dass es wohl KEINE Fertiglösung wird. Vielmehr reifte der Plan eines kompakten Barbone Gehäuses mit ausreichend Platz für 2 1/2 Platten, ein passendes Mainboard mit kleiner Stromsparender CPU (aber dennoch ausreichend Dampf) und Gigabit LAN. Dazu noch ein passendes Netzteil. Die Datenplatten bleiben die „alten“, als Systemplatte könnte auch eine „alte“ 2.5 Zoll Platte zum Einsatz kommen. System? Linux – Debian – wahrscheinlich. Topp! Der Plan steht…

Die Hardware

Die üblichen Verdächtigen in Sachen Hardware Händler konsultiert und schon war der Warenkorb recht schnell zusammengestellt. Alles ab Lager verfügbar und der Gesamtpreis passte auch. Und das ist es nun geworden:

  • CoolerMaster Elite 110 – MiniITX Barbone mit Platz für ein „normales“ ATX Netzteil und 3 x 3.5 Zoll HDDs
  • Corsair VS350 – 350W ATX Netzteil mit 85% Wirkungsgrad und ausreichend Anschlüssen
  • ASRock E35LM1 – MiniITX Mainboard mit AMD Zacate E-240 APU (1.5Ghz), 2 DDR3 Solts, Gigabit LAN, 8 x USB2, 1 x PCIe 2.0, 4 x SATA3 und AMD Radeon HD 6310
  • G.Skill 4GB DDR3 – PC3-10600 (DDR3-1333)
  • SanDisk SDSSDP064G – 64GB SATA3 SSD (aus meinem alten Netbook)
  • 2 x Seagate Barracuda ST2000DM001 – 2TB SATA3, 64MB Puffer, 7.200U/min (aus dem alten NAS)

Bei der Systemplatte für das neue System hab ich doch eine Weile hin und her überlegt, ob ich wirklich die SSD aus dem Netbook nehm, oder ob ich doch die 320GB Samsung nehmen soll. Im Endeffekt schien es mir doch sinnvoller die SSD ins NAS zu setzen (Stromverbrauch und Laufruhe) und das Netbook lieber wieder auf konventionelle 2.5Zoll HDD zurück zu rüsten.

Soweit so gut. Wie ihr an der Überschrift seht, wird das hier ein Mehrteiler. An dieser Stelle soll es das nun erstmal gewesen sein. Im nächsten Teil werd ich dann auf die eigentliche Umsetzung eingehen –  Aufbau, Systeminstallation, Einrichtung und Datenmigration.
Andere Artikel dieser Reihe:
– Projekt NAS Eigenbau – Teil 1: Anlass, Vorüberlegungen und Hardware (diese Seite)
Projekt NAS Eigenbau – Teil 2: Aufbau, Systeminstallation und Datenmigration
Projekt NAS Eigenbau – Teil 3: Dienste, Stromsparmaßnahmen und Fazit
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Autor:

Ich bin Andi, 34 Jahre jung, glücklicher Papa, Freizeit-Blogger, Pixelfänger und Pixelschubser. Ich hoffe der Artikel hat Dir gefallen. Über ein Feedback würd ich mich freuen :-) Du findest mich ausserdem bei Facebook, Twitter und Google+.

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