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Mozilla Firefox oder Google Chrome – mein Fazit

Firefox oder Chrome – diese Frage stelle ich mir schon seit Längerem – hier versuch ich sie mir nun selber zu beantworten-.

Beide Browser haben ihre Vor- und Nachteile, beide haben Features, die der jeweils Andere nicht hat, die man (bzw. ich) aber nicht missen mag – und damit ist es perfekt, mein Dilemma.

Seit einigen Monaten schon bin ich nun fast wöchentlich am hin und her wechseln – und eigentlich wollt ich mich irgendwann mal für einen entscheiden – schon allein um Bookmarks nicht doppelt pflegen zu müssen. Ob ich mich wohl je entscheiden kann? Ich weiß es nicht, jedoch möchte ich euch hier mal meine Sicht auf das Für und Wieder der beiden Browser aufzeigen.

Der Start

Hier punktet ganz klar Google Chrome! Grade auf meinem Netbook ist der Unterschied deutlich spürbar. Wo der Firefox eine gefühlte Ewigkeit zum Starten benötigt – grade beim ersten Start – ist Chrome in fast der Hälfte der Zeit geöffnet und einsatzbereit.

Webstandarts

Hier nehmen sich beide Browser eigentlich nichts, auch wenn der Chrome beim Acid3 Test auf 100 Punkte kommt, wogegen der Firefox 5 aktuell nur 97 Punkte erreicht. Im täglichen Surfbetrieb hab ich allerdings noch keine Unterschiede zwischen den Browsern feststellen können.

Seitenaufbau

Hier punktet der Firefox. Während beim Google Chrome der Aufbau eher „hakelig“ von statten geht, überzeugt der Firefox hier durch eine subjektiv höhere Geschwindigkeit. Sehr stark fällt der unterschied grade bei „langen“ Seiten auf. Während ich meinen Blog z.B. im Chrome laden lasse, ist ein scrollen fast unmöglich, solange der Ladevorgang noch nicht abgeschlossen ist. Beim Firefox hingegen fluppt einfach alles und selbst während des Ladens ist ein „smoothes“ Scrollen möglich.

Die Engine

Beide browser nutzen unterschiedliche Render-Engines. Zwar unterstützen beide die Direct2D Grafikbeschleunigung über die Grafikkarte (dazu später mehr) allerdings nutzt der Firefox die Gecko-Engine und der Google Chrome die Webkit-Engine. Die unterschiede zeigen sich hier bei den Features der Engines. So fehlt z.B. bei der Webkit-Engine die Möglichkeit beim Erstellen eines Artikel (oder einer Seite) eingefügte Bilder direkt zu skalieren. Deswegen gibts hier einen dicken Minuspunkt für Chrome.

Hardwarebeschleunigung

Wie eben schon angedeutet können beide Browser in den aktuellen Versionen unter Windows 7 und Windows Vista die Direct2D Engine nutzen und somit zum Rendern der Seiten die Grafikkarte nutzen, was die CPU gehörig entlastet und ungeahnte Möglichkeiten eröffnet. Als kleine Demonstration sei hier zum Beispiel die FishIE-Tank-Demo erwähnt, mit der Microsoft die „Power“ des neuen IE demonstrieren wollte.
Während des normalen Surfens merk ich persönlich übrigens keinen Unterschied, ob die Hardwarebeschleunigung aktiv ist oder nicht – von daher ist es auch vollkommen Wurst ob der eine Browser es besser macht als der Andere oder eben nicht – ein klare Null-Runde.
Ach ja – anzumerken wäre noch, dass das Thema Hardwarebeschleunigung bisher leider nur unter Windows ein Thema ist – an einer Lösung für Linux wird meines Wissens zur Zeit noch gearbeitet. Bleibt abzuwarten ob und wann sich auf diesem Sektor etwas tun wird, und was es dann bringt.

Plugins und Erweiterungen

Hier einen Sieger zu definieren wird schwer. Beide Browser bieten die Möglichkeit über Plugins und Erweiterungen die Features die sie mitbringen gehörig aufzubohren. Auch die Anzahl an zur Verfügung stehenden Erweiterungen ist bei beiden Browsern mehr als ausreichend. Allerdings bietet Chrome zusätzlich noch die Möglichkeit sogenannte Apps aus dem Chrome Web Store zu installieren.
Dort findet sich u.A. auch TweetDeck für Google Chrome – sehr geil wenn ihr mich fragt – und ein Dicker Pluspunkt für Chrome.
Was das übliche Werbeblocken über AdBlock Plus angeht, so seih hier angemerkt, dass es das Plugin zwar für beide Browser gibt, es beim Firefox aber einfach besser funktioniert. Hier sei nur mal auf den Werbefilter bei Flashvideos hingewiesen. Bei der DMAX Videotheke wird mit dem FF die Werbung vor den Videos weggefiltert, beim Chrome leider nicht.

Synchronisation

Bookmarks, Passwörter, Einstellungen usw. auf verschiedenen Rechner abgleichen – nun kurzum: Können inzwischen beide mit Bordmitteln und macht bei Beiden was es soll.
Auch hier wieder also eine Nullrunde.

Sonstiges

Was gibt es sonst noch für Punkte wo der eine oder der andere Browser besonders hervor sticht?
Nun beim Chrome wäre dies zum Bleistift noch die Möglichkeit, Seiten und/oder Apps als Anwendungsverknüpfung auf dem Desktop des Rechners abzulegen. Die Seite, bzw. die App startet dann zwar im Chrome, allerdings in einer programmähnlichen Form – sprich ohne Adressleiste und sonstigem Schnickschnack. Grade bei TweetDeck z.B. eine SEHR feine Sache.
Und der Firefox? Hm – außer dem Kultfaktor fällt mir spontan ehrlich gesagt nichts ein – im Gegenteil: Durch die neue Releasestrategie seitens Mozilla wird es sich in Zukunft häufen, dass man immer und immer wieder tagelang auf das Anheben / Überarbeiten seitens der Plugin-Entwickler warten muss, bis diese ihre Plugins auf die neue Version hochgezogen / angepasst haben oder man bedient sich dieses Tricks. Dennoch – es nervt!

Fazit

Nun – wenn ich mir mein dort oben zusammengeschriebenes ganz sachlich zusammenzähle, müsste ich eigentlich zu dem Schluss kommen, dass der Chrome (zumindest für mich) wohl der bessere Browser ist.
Wenn ich nun allerdings die gewichtungen der einzelnen Punkte mit einbeziehe, bin ich wieder am Anfang: Firefox is einfach besser fürs Bloggen, gefühlt schneller und smoother beim Seitenaufbau und auch einfach kultiger – Chrome hingegen ist von den Möglichkeiten her und in Sachen Ressourcenverbrauch und Start schlichtweg besser.

Und was mach ich nun? Weiter mit 2 Browsern parallel arbeiten? Ständig wechseln? Ne Münze werfen? Ganz ehrlich: Ich weiß es immer noch nicht.
Sicherlich ist die „Browserfrage“ auch immer eine Geschmackssache und schon fast eine „Glaubensfrage“, aber vielleicht hat ja der eine oder andere von euch noch einen Punkt der mich doch eher zu dem einen oder anderen Browser tendieren lässt.

Nun denn …

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Autor:

Ich bin Andi, 34 Jahre jung, glücklicher Papa, Freizeit-Blogger, Pixelfänger und Pixelschubser. Ich hoffe der Artikel hat Dir gefallen. Über ein Feedback würd ich mich freuen :-) Du findest mich ausserdem bei Facebook, Twitter und Google+.

19 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich persönlich bin bei Firefox geblieben. Die von dir genannten Mängel halte ich nicht für sehr problematisch. Ich nutze eine SSD für meine OS-Partitionen, da geht der Start auch beim FF flott von statten und über Speicherauslastung mache ich mir keine Sorgen – der ist schließlich dazu da, genutzt zu werden, und in großen Mengen verfügbar.

    Gerade bei den neuen Release-Zyklen vom FF sind die Änderungen idR geringer als bei früheren major releases, mit deaktivierter Kompatibilitätsprüfung fährt man da ziemlich gut, was add-ons betrifft.

    Übrigens, was die Direct2D-Nutzung angeht, ich persönlich habe unter Win7 da schon einen deutlichen Unterschied feststellen können, gerade bei sehr komplexen und/oder schlecht optimierten Seiten fühlte es sich einfach viel angenehmer und flotter an.

    Firefox 5.0 Windows 7

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    • Tja – eine SSD für die OS-Partition – das wär schon was. Hab ich aber leider nicht.
      Beim „Großen“ hab ich bisher nicht die Notwendigkeit gesehen, und beim Netbook stört mich im Moment noch der doch horrende Preis der Platten. In Größen die für meine Ansprüche genügen würden,, sprich 128GB, liegen die immernoch im Bereich um die 200-250 Euro soweit ich weiß, und das ist eine Summe, die ich nicht bereit bin zu zahlen (wenn man bedenkt, dass das ganze Netbook nur 350 Euro bezahlt hatte).

      Firefox 5.0 Windows XP

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  2. Keins von beiden ;-)
    Also ich bin weder Firefox noch Google Fan. Ich bleibe meinem IE treu, alleine schon wegen dem Design von Firefox benutze ich es nicht, für mich sieht es aus wie Windows 95. Und Google benutze ich nicht weil ich mich dort erst mal zurecht finden müsste.
    Vielleicht solltest du auch mal IE testen, falls du dir immer noch nicht sicher bist für welchen Browser du dich entscheiden sollst.

    Firefox 4.0 Windows XP

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    • Ich? Den IE testen? LOL?
      Ein ganz klares NEIN!
      Der IE kommt mir aus verschiedensten Gründen definitiv nicht ins Haus. Zum einen nutze ich Windows UND Linux – wodurch der IE generell schonmal rausfällt, und zum Anderen versuche ich selbst unter Windows Microsoft Programme zu vermeiden wo es nur geht.

      Firefox 5.0 Windows XP

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      • Und der IE Verfechter postet seinen Kommentar mit Firefox 4 ;-)

        Google Chrome 12.0.742.112 Windows XP

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        • Tja, wenn man schon trollen möchte, dann sollte man das vielleicht ein wenig authentischer versuchen :)

          Firefox 5.0 Windows 7

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  3. Benutze jetzt schon seit längerer Zeit Chrome und habe die anderen Browser nicht mehr in Betracht gezogen. Chrome kann einfach alles, was ich brauch und macht es auch gut, weswegen ich keinen Grund sehe, einen anderen Browser zu benutzen.

    Google Chrome 12.0.742.112 Windows 7 x64 Edition

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  4. Habe selber jahrelang Firefox benutzt und war soweit immer zufrieden damit. Jetzt habe ich seit 1 Jahr Google Chrome UND Firefox drauf und nutze täglich nur noch Google Chrome, da ich ihn anfangs übersichtlicher fand und nun aus Gewohnheit.

    Google Chrome 12.0.742.112 Windows 7

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  5. Also ich bin eigentlich jahrelang eingefleischter Verfechter von FireFox gewesen. Aber grade seit den letzte Versionen bin ich stark enttäuscht von Speicherhunger und Behäbigkeit, und das obwohl kaum Plugins installiert sind. Kürzlich dann mal stärker mit Chrome auseinandergesetzt, und besonders erstaunt über Geschwindigkeit. Außerdem gefällt mir, dass die Extensions sehr lightweight sind ;)

    Google Chrome 12.0.742.112 Mac OS X  10.6.8

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  6. Wenn ich jetzt sage das Opera der beste Browser ist bekomm ich bestimmt haue? :) Sicher, schnell, alle features drin… und trozdem erweiterbar.
    Was will man mehr?

    Opera 11.50 Windows 7

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    • Nicht wirklich Haue, ich habe Opera auch immer mal wieder probiert und halte ihn auch für keinen schlechten Browser. Aber FF und Co haben einfach den Vorteil, dass es durch die weite Verbreitung sehr viele und regelmäßig aktualisierte Erweiterungen gibt, die man so bei einem vergleichsweise Nischenbrowser einfach nicht findet.

      Firefox 6.0 Windows 7

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  7. Was spricht denn dagegen zwischen zwei Browsern zu wechseln ? Was mich bei Chrome abhält ist, das es sich komplett aber sowas von gar nicht an Betriebssystem-vorgegeben-GUI Schnittstellen hält und mit seinem komplett eigenem Fensterdesign daherkommt. Das *kann* bisweilen besser/schöner sein, muß es aber nicht – und ist es im Falle von Chrome auch nicht. Klar, die Intention dahinter ist, das der Browser überall gleich aussieht. meine persönliche Vorliebe aber ist das er sich ins verwendete System einpasst und nicht wie ein (bewusster) Fremdkörper daherkommt.
    Ansonsten ist Firefox mein Hauptbrowser, der seit Jahren sämtliche Bookmarks, Logins und cookies mit sich rumschleppt und wohl nicht zuletzt aus Bequemlichkeit zu 95% meiner Internetaufenthalte m Einsatz ist. Gelegentlich – je nach Stimmung oder was ich gerade tun/ansurfen will kommt dann Safari zum Einsatz.
    Mehr hab ich bisher noch nicht gebraucht, auch wenn sich Chrome/Opera aus reiner neugier auf der Platte befinden.
    Nur IE geht gar nicht. ^^

    Firefox 5.0 Windows XP

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  8. Hallo,
    Ich sehe es auch so, Opera hat mich sehr überzeugt als mir der FF extrem zu langsam wurde. Soll sich ja inzwischen gebessert haben.
    Meine Liebste ist inzwischen bei Chrome angekommen, da einige Sites, die sie nutzt, Opera nicht mögen :-( und ich ihr nicht plausibel machen konnte daß es einfach ist Opera als FF oder IE zu „verkleiden“ („ist mir zu kompliziert“)
    Was mir auch gefällt an Opera ist der eingebaute Email-Client (absolut super!! alles in einem!) und die Community. Auch auf meinem Handy habe ich immer alle Favoriten aktuell.
    Benutze Ubuntu 11.04 (auf Acer Aspire One 752) und Win 7 parallel.
    Bei der Arbeit muss ich mit IE tun, macht aber wenig Spaß.

    Internet Explorer 8.0 Windows XP

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  9. Ich benutze den FF schon seit V 0.8. Am meisten begeistert mich die riesige Auswahl an Add-ons, durch die ich mir meinen Browser selbst zusammenstellen kann. In den letzten Versionen hat sich auch die Geschwindigkeit stark verbessert, so dass es für mich keinen Grund zum Wechseln gibt.

    Firefox 6.0 Windows XP

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  10. Man sagt, Chrome user hätten statistisch gesehen den höheren IQ. Dazu gab es wohl eine Studie. Mir persönlich reicht die Datenmenge die ich Google preisgebe jetzt schon aus.

    Auch gut finde ich übrigens den Browser Epiphany. Gibt es aber nur unter Linux!

    Firefox 6.0 GNU/Linux x64

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  11. Allein die Tatsache, dass Chrome von Google ist und man nie weiß, welche Aktionen dort überwacht werden, lässt mich zum FF tendieren.

    Internet Explorer 8.0 Windows 7 x64 Edition

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  12. Also ich nutze meistens Chrome. Ich finde er läuft einfach schneller. Was mir allerdings nicht so gefällt ist das einem dabei die Googledienste immer so aufgedrückt werden. Beispielsweise erfolgt fast immer eine Weiterleitung von google.com auf .de wenn ich ihn nutze. Tja google weiß da mal wieder mehr über mich als ich selbst ;)
    Ich finde aber heutzutage reicht ein Browser gar nicht mehr aus. ich nutze prinzipiell mehrere für manche Zwecke den minimalistischen Seamonkey, für Plugins vor allem Firefox (das Angebot ist einfach größer) und für den Alltag Chrome. Sorry dass ich IE nicht benutze, aber das Teil ist Schrott. Hat immer mit Inkompatibilitäten zu kämpfen und Microsoft schaft es nach zahlreichen neuen Versionen, ich glaube es sind momentan 9, das Ding mal besser zu machen.

    MfG

    Google Chrome 13.0.782.218 Windows XP

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  13. Pingback: Bye Bye Firefox … | blog.dunkelwesen.de

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