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Lubuntu – schnelles, schlankes Ubuntu für betagte Rechner

Seit Ubuntu standartmäßig auf Unity setzt und Gnome 2 quasi der Geschichte angehört, sind die Anforderungen an die Hardware doch merklich gestiegen. Für halbwegs aktuelle Systeme sicherlich kein Problem – bei älteren oder schwächeren System wirds nun allerdings problematisch.

Da auch mein Netbook den Anforderungen nicht mehr wirklich gewachsen ist, musste ich mich nach Alternativen umsehen. Der 1.3GHz Celeron ist hier weniger das Problem – die Intel GMA 4500MHD aber schon eher, denn eben jene schafft die Unity 3D Oberfläche schlichtweg nicht mehr geschmeidig zu wuppen. Auch Gnome3 ist schon grenzwertig und KDE4? Ja – läuft, sogar recht gut, ist aber irgendwie nicht so ganz meins. 

lubuntu_logoWas bleibt? Xubuntu oder eben Lubuntu. Ersteres setzt auf XFCE als Fenstermanager, letzters setzt auf LXDE. Und genau dabei bin ich kleben geblieben. Schlank, schlicht, schnell – und dennoch nicht zu rudimentär gehalten. Bei wem es nicht nur am Grafikchip scheitert, sondern auch am Rest (RAM und CPU), der sollte Lubuntu auf jeden Fall mal eine Chance geben, denn die Mindestanforderungen sind durchaus überschaubar: Ein Pentium II oder Celeron und 384MB RAM reichen schon, wobei mehr ist natürlich immer besser – vor allem für die eigentlichen Anwendungen. Die Mindestanforderungen beziehen sich (wie immer) nämlich nur aufs System selbst.

Ansonsten bleibt nicht mehr zu sagen als: Ubuntu halt. Top Hardware-Support – alles rennt (zumindest bei mir) out-of-the-box wie es so schön heißt. Softwarecenter ist auch unter Lubuntu vorhanden, automatische Aktualisierungen ebenfalls. Wer nicht ganz unbedarft ist, wird sich auch bei Lubuntu schnell zurecht finden.

Mein Fazit nach einigen Wochen der Nutzung? Lubuntu wird auf jeden Fall seinen festen Platz auf meinem Netzbook finden. Lubuntu 12.10 lief gut – die aktuelle 13.04 Beta sogar noch besser. Aktuell gibts zwar hier und dort noch den einen oder andern Fehler oder Absturz, alles in allem läuft die Beta jedoch schon recht sauber und auch der Akkuverbrauch hat sich im Vergleich zu 12.10 gefühlsmäßig nochmal ein wenig verbessert.
Werd ich Lubuntu auch auf dem „großen“ Notebook einsetzen? Wohl eher nicht – hier ist die Performance für Unity vorhanden und es ist halt dann doch schon ne andere Hausnummer in Sachen Optik und Bedienung ;-)

lubuntu_desktop

Zum Thema Ubuntu 13.04 werd ich die Tage nochmal separat meinen Senf ablassen – soviel schon mal als Vorandrohung :-)

Bock auf Senf? Dann gehts hier zu dem angedrohten Beitrag ;-)

Nun seid ihr dran: Welche Ubuntu-Version setzt ihr denn so ein? Ubuntu? Kubuntu? Xubunu? Lubuntu? Was ist euch wichtiger? Usability? Speed? Shiny-bling-bling? Lasst es mich wissen :-)

Ach ja – bevor die Fragen kommen: Nein, das Wallpaper ist NICHT standartmäßig dabei …

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Autor:

Ich bin Andi, 34 Jahre jung, glücklicher Papa, Freizeit-Blogger, Pixelfänger und Pixelschubser. Ich hoffe der Artikel hat Dir gefallen. Über ein Feedback würd ich mich freuen :-) Du findest mich ausserdem bei Facebook, Twitter und Google+.

8 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. HI,

    bin derzeit am Hauptrechner auf Kubuntu, nachdem ich von Gentoo kam. Eye-Candy ist mir wichtig, aber in diesem Fall ging es um die tollen möglichkeiten (Split-Sicht in Dolphin, aufgeräumter Desktop mit Ordner-Widget etc.). Außerdem sind meine mir derzeit wichtigen Tools, wie etwa DigiKam, in bzw. mit Qt geschrieben.

    Ich überlege zu Mint Cinnamon zu wechseln. Da aber CinnArch geschrieben hat, Cinnamon sei Gnome 3 immer ein Jahr hinterher, verschiebe ich das wohl.

    Firefox 20.0 Windows XP

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    • Hi,

      von Gentoo „zurück“ zu Ubuntu? Wie kommts denn? Bisher hab ich nur Gentoo’ler kennen gelernt die Gentoo zum Maß aller Dinge erhoben haben und „Klickibuntu“ aufs derbste verschmähen :-D
      In Sachen Eye-Candy seh ich das ähnlich – wobei ich hier sagen muss, dass sich Ubuntu / Unity doch (leider) sehr gemausert haben. Gut für die, die es hübsch wollen, schlecht für die, die es schnell / performant wollen.
      Cinnamon ist ein sehr interessanter Ansatz, grade für die „Nostalgiker“, aber ich glaube es wird noch einige Zeit vergehen bis die „oben“ mitspielen können :-)

      Google Chrome 26.0.1410.63 GNU/Linux x64

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  2. Pingback: Ubuntu 13.04 Raring Ringtail – Vorstellung, Fazit und Update Anleitung › Andreas Kaul

  3. Also, erst mal möchte ich bemerken, dass ich wohl einer der seltenen Vögel bin, die sowohl Windows als auch Linux benutzen. Linux ist mir sympathischer, aber ich benutze eine ganze Menge Software, die es nur für Windows gibt.

    Ich habe nicht gerade die modernsten, leistungsfähigsten Computer, daher verzichte ich halt auf eine Wahnsinns-Grafikoberfläche und bevorzuge statt dessen ein schlankes, schnelles System. Auf dem einen Linux-Computer ist Lubuntu, auf dem anderen Xubuntu. Ich kann gar nicht so richtig sagen, welches der beiden mir besser gefällt.

    In die Linux-Welt eingestiegen bin ich übrigens vor vielen Jahren mit SuSE 6.irgendwas, es war wohl 6.4, wenn ich mich richtig erinnere. Ich glaube, da konnte man sich schon zwischen KDE und Gnome entscheiden, und ich habe immer KDE bevorzugt. Das ähnelte meinem gewohnten Windows mehr und ich fand mich gut zurecht.

    Zurück zu Ubuntu. Ich bin mir nicht sicher, aber es könnte sein, dass ich, auch wenn ich eine sauschnelle Büchse hätte, bei Lubuntu oder Xubuntu bleiben würde, statt dann zu Kubuntu oder Ubuntu zu wechseln. Man ist halt ein Gewohnheitstier.

    Chromium 28.0.1500.52 Ubuntu

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  4. Nee, is nich janz so! Lubuntu mag etwas sein für die wenigen Leute, die sich, warum auch immer, nicht von ihrem Uralt-Schinken trennen wollen, vielleicht einige Dutzend in diesem verrückten Land. Ich habe auch noch einen von 2000, der aber nur ohne Gehäuse herumliegt und sich irgendwie weigert, in den Schrott zu wandern. Und auch Xubuntu mag sich bei einer Reihe von Usern guter Beliebtheit erfreuen, vor allem in der 4.10-Variante, in der es ein gefühlt 80%iges GNOME 2 ist. Aber der Star bei den Nicht-KDE-Fans dürfte eindeutig MATÉ sein. Selbst Distributoren, die sich lange gesträubt hatten, haben den jetzt optional enthalten wie z.B. Sabayon. Sogar für Mageia 3 kann man ihn dank eines anscheinend türkischen „Rebellen“ haben, was den Franzosen wahrscheinlich graue Haare bereitet. Das sind nämlich KDE-Leute, die den „alten“ GNOME, der ihnen den Rang abgelaufen hatte, garnicht mögen. Dagegen stinkst du mit Lubuntu nicht an, Äääätsch! Hihihi!

    Firefox 22.0 Ubuntu

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  5. Pingback: Lubuntu – schnelles, schlankes Ubuntu für betagte Rechner › Andreas Kaul | Luffi

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